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07.09.2007

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Wie Sie Ihre Investitionen steueroptimal abschreiben

Investitionen in Anlagegüter können Sie nicht sofort absetzen, sondern nur über die Nutzungsdauer verteilen.

Sofortabsetzung: Diese können Sie derzeit noch für Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) nutzen, die maximal 410 Euro netto kosten. Voraussetzung ist, dass das Wirtschaftsgut selbständig nutzbar ist. Das ist z. B. bei einem Drucker oder Monitor nicht der Fall, weil dieser nur zusammen mit dem PC funktioniert. Die GWG-Grenze sinkt ab 2008 auf 150 Euro.

Lineare Abschreibung: Über 410 Euro Kaufpreis ist die einfachste Form der Abschreibung die lineare AfA in gleich bleibenden Beträgen: Sie teilen die Anschaffungskosten durch die Zahl der Jahre der Nutzungsdauer laut AfA-Tabelle. (Steht zum Download bereit unter www.izw-info.de, „Kundenbereich“, „Infothek“.)

Beispiel: Sie kaufen am 30.01.07 einen Rechner für 999 Euro netto. Ein PC wird laut amtlicher AfA-Tabelle über 3 Jahre abgeschrieben. Die Jahres-abschreibung beträgt somit 999 Euro : 3 = 333 Euro. Nur diesen Betrag dürfen Sie 2007 als Betriebsausgabe absetzen.

Monatsgenau rechnen: Investieren Sie nicht im Januar, sondern später im Jahr, starten Sie mit der Abschreibung in dem Monat, in dem Ihnen das Wirtschaftsgut geliefert wurde mit jeweils 1/12. Beispiel Lieferung im April: Sie setzen 9/12 der Jahres-AfA an.

Degressive Abschreibung: Bei der degressiven AfA berechnen Sie die Abschreibung mit 30 Prozent von den Anschaffungskosten und in den Folgejahren mit 30 Prozent vom jeweiligen Restbuchwert (degressiv nicht möglich bei Software über 410 Euro netto). Sinnvoll ist die degressive AfA bei Wirtschaftsgütern ab vier Jahren Nutzungsdauer. Sobald die lineare AfA höher ist als die degressive, wechseln Sie zur linearen Abschreibung. Der Wechsel von degressiv zu linear ist erlaubt, der von linear zu degressiv hingegen nicht.

Was ist die richtige Abschreibungs-Basis? Die maßgeblichen Anschaffungskosten sind in den meisten Fällen identisch mit dem Kaufpreis. Hinzurechnen müssen Sie allerdings bei Autos u. a. die Überführung, die Zulassung oder die Nummernschilder, bei Maschinen Frachtgebühren, Transportversicherungen, Fundamentierungs- und Montagekosten. Abzuziehen sind Skonti, Rabatte, Boni und sonstige Preisnachlässe.

Sonderabschreibungen: Sie kaufen ein neues und bewegliches Wirtschaftsgut, das Sie zu mindestens 90 Prozent betrieblich nutzen? Dann können Sie zusätzlich eine Sonderabschreibung bilden, wenn Ihr Eigenkapital im Vorjahr maximal 204.517 Euro betrug. Außerdem müssen Sie dafür in einem Vorjahr eine Ansparabschreibung gebildet haben. Die Sonderabschreibung darf bis zu 20 Prozent der AfA-Bemessungsgrundlage betragen. Diesen Betrag können Sie sofort im Erstjahr geltend machen oder ` gleichmäßig oder ungleichmäßig ` auf bis zu 5 Jahre verteilen.


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