Newsletter

Zum PDF Archiv

07.09.2007

Als PDF herunter laden

Wann Sie besser nicht die neue Niedrigsteuer wählen

Ab 2008 bekommen Personenunternehmen die Möglichkeit, nicht ausgeschüttete Gewinne auf Wunsch ganz oder teilweise mit einem niedrigeren Steuersatz von 28,25 Prozent zu besteuern. Dass dieses auf den ersten Blick verlockende Angebot mit allerlei Fallen verbunden ist, haben wir schon mehrfach berichtet.

Weitere Falle: Diese niedrig besteuerten neuen Gewinne sperren Ihre bereits versteuerten Altgewinne ein. Denn wenn Sie zu der Niedrigsteuer optieren und dann regulär versteuerte Alt-Gewinnrücklagen ausschütten, gilt nach einer Verwendungsfiktion der neue niedrig besteuerte Gewinn als zuerst ausgeschüttet. (§ 34a Absatz 4 Satz 1 EStG)

Üble Folge: Hierauf wird dann die 25-prozentige Nachsteuer fällig.

Beispiel: Die X-GmbH & Co KG hat per Ende 2007 alte Gewinnrücklagen in Höhe von 300.000 Euro. In den folgenden Jahren bildet die KG weitere Rücklagen in Höhe von 300.000, für die sie die Niedrigsteuer wählt. 2011 schüttet sie die alten Rücklagen in Höhe von 300.000 Euro aus. Obwohl diese längst versteuert sind, kostet das 75.000 Euro Nachsteuer. Denn nach der Verwendungsfiktion gelten zuerst die neuen Gewinne und nicht die alten als ausgeschüttet.

Tipp: Falls Sie nächstes Jahr die neue Niedrigsteuer nutzen wollen, sollten Sie vor Silvester 2007 alle Gewinnrücklagen ausschütten und 2008 als Gesellschafterdarlehen wieder in die KG stecken. So entgehen Sie der Nachversteuerung.


zurück