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20.09.2007

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Göttinger Gruppe pleite: Was ist noch zu retten?

Anfang Juni meldete die Göttinger Gruppe Insolvenz an. Die Pleite erweist sich als größter Anlegerskandal der Republik. Weit mehr als 100.000 Sparer dürften nach Zeitungsberichten gut eine Milliarde Euro verloren haben.

Die Chancen, ihr Geld zurück zu erhalten, sind gering: Der Insolvenzverwalter für den Finanzkonzern Göttinger Gruppe, Rolf Rattunde, sieht kaum Chancen für Anleger, wieder an ihr Geld heranzukommen. Er gehe davon aus, „dass die gesamten Anlagen der Göttinger Gruppe in Höhe von gut einer Milliarde Euro vollständig verloren sind“, teilte der Rechtsanwalt Mitte August in Berlin mit. Im Gegenteil:  Es könnten sogar Nachforderungen des Insolvenzverwalters ins Haus flattern. In diesem Fall sollte man jedoch unbedingt einen spezialisierten Anwalt zu Rate ziehen. Hier helfen die Verbraucherzentralen weiter. Eventuell kann ein Anwalt die Forderungen abwenden, wenn Sie bereits Schadenersatzansprüche etwa wegen Prospekthaftung oder falscher Beratung durchgesetzt haben oder das noch tun können.

Möglicherweise drohen Steuernachforderungen: Der Insolvenzverwalter  wies zudem darauf hin, dass die Anleger neben ihren bisherigen Verlusten auch noch mit Steuernachforderungen rechnen müssten. Das Steuersparmodell der Göttinger Gruppe habe vor allem auf stillen Einlagen basiert. In der Vergangenheit hätten Anleger so Verluste steuerlich geltend machen können. Jetzt aber sei es möglich, dass die Finanzämter Steuerersparnisse zurückzuforderten. In Verhandlungen mit dem zuständigen Finanzamt Göttingen bemühe er sich, „zusätzliche Schäden für die Anleger nach Möglichkeit zu mildern“.


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