Newsletter

Zum PDF Archiv

20.09.2007

Als PDF herunter laden

Darlehen in der Krise in Steuererstattungen verwandeln

Wenn Sie Darlehen an Ihre eigene GmbH & Co KG gegeben haben, sind diese in der KG-Bilanz auf der Passivseite und in Ihrer Sonderbilanz auf der Aktivseite bilanziert.

Wenn die GmbH & Co KG in Schwierigkeiten gerät: Dann wird oft auch das Darlehen notleidend. Eigentliche müsste man es dann in der Sonderbilanz als „wertlos“ abschreiben können. Doch leider geht das nicht. Ein so genannter „Grundsatz der korrespondierenden Bilanzierung“ verbietet die Abschreibungen von Darlehensforderungen an die eigene GmbH & Co KG.

Ausweg Nr. 1: Sie verkaufen die notleidende Darlehensforderung für einen Euro an einen Nicht-Gesellschafter (z.  B. an den Ehegatten). Damit haben Sie den Verlust realisiert und können auf Steuererstattungen hoffen. Beispiel: Herr X hat seiner GmbH & Co KG 100.000 Euro geliehen. Der KG geht es schlecht. Sie könnte das Darlehen nicht zurückzahlen. Herr X verkauft die Darlehensforderung für einen Euro an seine Frau und realisiert dadurch seinen Verlust. Er erhält knapp 50.000 Euro Steuerstattung.

Problem: Erholt sich die KG, hat der Ehegatte für einen Euro eine Forderung im Wert von 100.000 Euro erworben und kann diese eintreiben. Insbesondere bei einer späteren Ehescheidung ein Problem!

Alternative: Der Gesellschafter verzichtet auf die Forderung. Das Darlehen wird dann in der Bilanz einfach umgebucht auf „Kapitalrücklage“. Dies führt zwar nicht unmittelbar zu steuerlich nutzbaren Verlusten, erhöht aber die Basis für die Verrechnung von KG-Verlusten (§ 15a EStG). Bei dieser Variante ist die Gefahr ausgeschlossen, dass ein Dritter, an den man die Forderungen für 1 Euro verkauft, diese später irgendwann geltend macht.


zurück