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08.10.2007

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Wenn Sie Immobilien an Ihre KG vermieten möchten

Wenn Sie eine Immobilie (oder ein Auto usw.) an Ihre GmbH & Co KG vermieten, ist es umsatzsteuerlich ganz wichtig, dass Sie Miete verlangen.

Ohne Miete passiert Ihnen dies: Wenn Sie die Immobilie nicht mehrwertsteuerpflichtig an die KG vermieten, verlieren Sie den Vorsteuerabzug aus allen Aufwendungen.

Besonders schlimm ist das innerhalb von 10 Jahren nach dem Kauf: Denn hier müssen Sie für jedes noch nicht abgelaufene Jahr der Zehnjahresfrist ein Zehntel der Mehrwertsteuer ans Finanzamt zurückzahlen. Und das kann bei Immobilien ein 6-stelliger Betrag sein.

Wann es in der Praxis oft zu dieser Falle kommt: Der KG geht es schlecht und der Kommanditist als Vermieter verzichtet auf die Miete, um die KG zu entlasten. Das muss nicht sein: Wenn die KG die reguläre Miete nicht mehr bezahlen kann, sollte man sie reduzieren oder auf dem Kapitalkonto des Gesellschafters gutschreiben. Für die Umsatzsteuer ist es nur wichtig, dass überhaupt Miete verlangt wird. Sie muss auch nicht unbedingt auf  das Konto des Kommanditisten fließen, die Gutschrift auf dem Gesellschafterkonto in der KG-Buchhaltung reicht aus.

Genauso wichtig: Eine Rechnung (oder ein Mietvertrag) mit allen notwendigen Rechnungsbestandteilen, damit die KG den Vorsteuerabzug hat.

Das gilt übrigens auch für Autos: Falls Sie ein Auto „privat“ mit Vorsteuerabzug gekauft haben und es an die KG vermieten, sollten Sie auch das mit umsatzsteuerpflichtiger Miete und ordnungsgemäßer Rechnung tun. Denn nur so sichern Sie sich und Ihrer GmbH & Co KG den Vorsteuerabzug.


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