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14.12.2007

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Aktienkaufbelege sollten Sie jetzt 100(!) Jahre aufheben

Ja, Sie haben richtig gelesen: 100 Jahre mindestens. Und 100 Jahre reichen theoretisch noch gar nicht, denn die neue Spekulationssteuer soll ja für nach 2008 gekaufte Wertpapiere bis in alle Ewigkeit laufen. Ein völliges Novum im Steuerrecht.

Das heißt: Auch wenn Ihr Urenkel im Jahr 2100 Ihre Aktien erbt, muss er beim Verkauf den Gewinn seit dem Jahr 2009 versteuern. Das wird in der Praxis höchst problematisch werden. Denn Sie können sich keinesfalls darauf verlassen, dass die Bank in 20, 50 oder gar 100 Jahren die richtigen Anschaffungspreise im Computer parat hat. Das beweisen schon jetzt die oft grottenfalschen Erträgnisaufstellungen der Banken.

Sie müssen also selbst vorbauen: Denn wie wollen Sie sich selbst oder Ihre Kinder und Enkel davor schützen, dass das Finanzamt eines Tages in der fernen Zukunft 100.000 Euro Veräußerungsgewinn ansetzen will, wo es in Wirklichkeit nur 10.000 Euro waren? Das wird Ihnen nur gelingen, wenn Sie die Wertpapierkauf-Abrechnungen ewig aufbewahren.

Fangen Sie gleich jetzt an: Archivieren Sie am besten gleich auch die Kaufbelege, von den Aktien, die Sie jetzt im Depot haben. Diese fallen zwar gar nicht unter die ewige Spekulationssteuer, die nur bei Kauf ab 01.01.09 greift. Aber wer sagt Ihnen, dass die Bank im Jahre 2050 das richtige Anschaffungsdatum abrufen kann?

Fazit: Die ewige Spekulationssteuer macht es künftig notwendig, Depotbestände und -veränderungen über Jahrzehnte hinweg nachweisen zu können - auch wenn's lästig ist.


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