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08.01.2008

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Im Bilanz-Anhang keine Firmengeheimnisse verraten

Der Anhang - Pflichtbestandteil des Jahrsabschlusses - hat bisher in der Praxis kaum eine Rolle gespielt. Das hat sich jetzt geändert, weil jetzt ab Geschäftsjahr 2006 jede GmbH & Co KG ihren Anhang (nebst Bilanz) ins Internet stellen muss. Wenn man sich veröffentlichte Anhänge ansieht, so stellt man fest, dass die Firmen hier unnötigerweise Geheimnisse verraten.

Namen von Geschäftspartnern: Sätze etwa wie „Es wurde mit der BMW AG ein Liefervertrag über XY angeschlossen …“ gehören nicht in den Anhang.

Erläuterungen zur GuV bei kleinen GmbH & Co KGs: Kleine GmbH & Co KGs (Faustregel bis 50 Mitarbeiter, bis 4 Millionen Bilanzsumme und 8 Millionen Umsatz) müssen ihre Gewinn- und Verlustrechnung nicht offen legen. Logischerweise brauchen Sie im Anhang dann auch keine Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zu machen. (§ 326 HGB)

Besondere Ereignisse: Der Anhang ist kein Lagebericht. Nur eine mittelgroße und große GmbH & Co KG muss einen Lagebericht aufstellen. Eine kleine GmbH & Co KG muss das nicht. Und im Anhang sollten Sie allzu detaillierte Angaben über besondere Ereignisse (Forderungsausfälle, Haftungsfälle usw.) nicht machen.

Finanzierende Banken: Tabu ist z. B. solch ein Satz: „Die XY-Bank hat der Gesellschaft ein Darlehen (Nr. 1234) in Höhe von einer Million Euro gewährt …“

Zu detaillierte Aufgliederungen: Prüfen Sie gemeinsam mit Ihrem Steuerberater, ob ausschließlich solche Bilanzpositionen aufgegliedert werden, wenn und soweit das Gesetz dies ausdrücklich fordert. (§§ 266, 268, 269, 273, 288 HGB)

Ergebnisverwendung: Hierzu muss eine GmbH & Co KG - im Gegensatz zur GmbH - nichts im Anhang angeben.


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