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05.05.2009

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Kosten für Studium Ihrer Kinder voll geltend machen

Ihr Kind studiert? Das kostet viel Geld. Ihr Kind studiert an einer Privat-Uni? Das kostet richtig viel Geld. In Ihrer Steuererklärung erlaubt Ihnen der Gesetzgeber aber nur den Ausbildungsfreibetrag in Höhe von 924 Euro. Pro Jahr wohlgemerkt (§ 33a Abs. 2 EStG). Ihr Kind kann zwar Sonderausgaben bis 4.000 Euro p. a. geltend machen (§ 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG). Doch das geht mangels Einkünften des Kindes in aller Regel ins Leere.

Unser Tipp: Wir empfehlen daher Ihrem Kind, die Kosten des Studiums - also etwa die Studiengebühren, Fahrtkosten oder Fachliteratur - als „vorweggenommene Werbungskosten“ anzusetzen. Davon haben Sie als Eltern zwar nichts, aber Ihr Kind sammelt so im Laufe des Studiums einen Verlustvortrag in Höhe von ein paar (zig-)tausend Euro zusammen und zahlt nach dem Studium erst mal eine Zeitlang keine Lohnsteuer aufs Gehalt.

Das Tückische dabei: Der Gesetzgeber schrieb 2004 ins Einkommensteuergesetz, dass Kosten des Erststudiums keine Werbungskosten sind (§ 12 Nr. 5 EStG). Das dürfte aber vermutlich genauso verfassungswidrig sein wie die Kürzung der Pendlerpauschale. Falls das Thema Sie betrifft, so können Sie hier wichtige Tipps zum konkreten Vorgehen beim Finanzamt abrufen sowie - falls das Finanzamt sich quer stellt - einen entsprechenden Mustereinspruch.


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