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05.08.2010

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Wie Sie Verluste unbegrenzt verrechnen können

Ein Kommanditist kann Verluste nur insoweit mit anderen Einkünften verechnen, als sein Kapitalkonto positiv ist. Ist dieses negativ, ist Schluss mit der Verlustverrechnung. Doch es gibt drei Auswege:

1. Geld nachschießen. In dieser Höhe ist dann wieder ein Verlustausgleich möglich. Wer kein Geld mehr hat, greift zu Alternative 2 oder 3 …

2. Erhöhte Haftsumme im Handelsregister eintragen.

3. Vom Kommanditisten zum Komplementär werden. Wenn dieser Wechsel noch vor Jahresende im Handelsregister eingetragen wird (vorheriger Notartermin notwendig), sind alle Verluste des laufenden Jahres und künftiger Jahre in unbeschränkter Höhe ausgleichsfähig mit anderen positiven Einkünften - auch des Ehepartners.

Nachteilige Folge: Ein Kommanditist haftet nur beschränkt, ein Komplementär unbeschränkt. Und es gibt eine kuriose Nebenwirkung: Falls Sie bisher der einzige Kommanditist in Ihrer GmbH & Co KG sind, und in die Stellung eines Komplementärs wechseln, ergibt sich daraus der etwas exotische Firmenname „GmbH & Co OHG“.

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