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18.11.2010

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Immer noch Kapitalerträge in der Steuererklärung?

Viele von Ihnen werden inzwischen bereits Ihre Einkommenssteuererklärung 2009 vom Steuerberater erhalten haben. Sie wundern sich, warum dieser immer noch Kapitalerträge erklärt und dann auch auf der Honorarabrechnung abrechnet? Eigentlich sollte doch mit dem Abzug der Abgeltungssteuer durch die Bank alles erledigt sein?

Weit gefehlt: Die Kapitaleinkünfte werden für zahlreiche Fälle immer noch benötigt. Wenn Sie z. B. Spenden leisten zur Berechnung des maximal möglichen Spendenvolumens. Oder wenn Sie außergewöhnliche Belastungen (z. B. Arztrechnungen) geltend machen zur Berechnung der „zumutbaren Belastung“.

Freiwillige Angabe der Kapitalerträge: Bezüglich der Spenden werden Ihre Kapitalerträge nur auf Antrag einbezogen. Sie können sie also genauso gut weglassen, sofern Ihre Spenden die Einkommensgrenze nicht annäherend erreichen (fünf bzw. zehn Prozent).

Pflichtangabe der Kapitalerträge: Sie müssen Kapitalerträge angeben, von denen keine Abgeltungssteuer abgezogen wurde (z. B. Privatdarlehen, Darlehen an die eigene Firma, ausländische Kapitalerträge). Außerdem muss man die Erträge angeben, wenn man Kirchenmitglied ist, aber der Bank nicht den Auftrag erteilt hat, die pauschale Kirchensteuer abzuführen. Auch wenn Sie außergewöhnliche Belastungen absetzen wollen, müssen die Kapitalerträge in die Erklärung. (§ 2 Abs. 5a und 5b EStG)

Fazit: Auch die Abgeltungssteuer wurde vom Schicksal der meisten Steuererleichterungen ereilt: Die Fülle der neuen Ausnahmeregelungen macht die Sache komplizierter, als sie vor der „Vereinfachung“ war.


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