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18.04.2013

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Vermeiden Sie Steuer auf betriebliche Immobilienverkäufe

2013 Ausgabe 8 vom 26. April 2013

Wenn man betriebliche Immobilien zu einem Preis über dem Buchwert verkauft, entsteht ein steuerpflichtiger Veräußerungsgewinn. Das Steuergesetz bietet allerdings ein Schlupfloch, falls man die Immobilien beim Verkauf schon mindestens sechs Jahre lang hatte (§ 6 b EStG). Den Gewinn kann man nämlich vom Kaufpreis einer neuen Betriebsimmobilie abziehen und dadurch die Versteuerung vermeiden. Wer nichts Neues kauft, der muss den Gewinn spätestens nach vier Jahren versteuern - dann allerdings mit einem Zinszuschlag von sechs Prozent pro Jahr.

Beispiel:
Die X-GmbH hat eine Betriebsimmobilie seit 20 Jahren im Betriebsvermögen, die inzwischen zu klein geworden ist. Der Buchwert laut Bilanz beträgt 100.000 Euro und die X-GmbH verkauft die Immobilie für eine Million. Den Gewinn von 900.000 Euro kann sie in einer so genannten 6b-Rücklage parken. Die X-GmbH kauft drei Jahre später eine neue Immobilie für zwei Millionen. Vom Kaufpreis der neuen Immobilie zieht sie die 900.000 Euro aus der Rücklage ab, und diese steht nun nur noch mit 1,1 Millionen in der Bilanz. Den Gewinn aus dem Verkauf der alten Immobilie hat sie damit nicht versteuert. Irgendwann „erwischt“ es die X-GmbH zwar, wenn sie die neue Immobilie verkauft, das aber vielleicht erst in 20 oder 30 Jahren.


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