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18.09.2013

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Festgeldanlage lieber in der KG oder lieber privat?

Zinsen von der KG müssen Sie voll versteuern, bei privaten Zinseinkünften kommen Sie mit 25 Prozent Abgeltungssteuer davon. Das so genannte „Teil­einkünfteverfahren“ mit 40-prozentiger Steuerfreistellung gilt nur für Dividendeneinkünfte, nicht aber für normale Zinsen. Können Sie überschüssiges Geld der KG nun einfach so „privat“ anlegen? Hier gibt es vier Alternativen:

1. Nicht entnommene Gewinne:
KG-Gewinne, die Sie noch nicht entnommen haben, können Sie entnehmen und privat anlegen.

2. Rücklagen auflösen:
Falls Rücklagen vorhanden sind, kann die Gesellschafter-Versammlung deren Auflösung beschließen und sich das Geld auszahlen lassen.

3. Darlehen von der KG: Möglich, aber sinnlos. Denn ein Darlehen der KG an den Kommanditisten muss fremdüblich verzinst werden. Die Zinsen, die Sie an die KG zahlen, können Sie aber privat nicht absetzen, wenn Sie das Darlehen privat verwenden (BFH 29.10.99, VIII R 42/98, BStBl. II 2000, 390). Sie können sie nicht einmal von den Zinseinnahmen abziehen, die Sie aus der Geldanlage aus den KG-Geldern privat erzielen.

4. Freie Entnahme: Falls Sie das Geld einfach so entnehmen, lebt insoweit Ihre private Haftung als Kommanditist wieder auf, weil es sich um eine Einlagenrückgewähr handelt. Außerdem sieht so etwas über den Bilanzstichtag hinaus ungünstig aus in der Bilanz.

Fazit: KG-Gelder privat anlegen, ist sinnvoll nur möglich, falls Sie bisher nicht alle Gewinne entnommen haben und dies nun nachholen.


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