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18.05.2004

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Muss die Steuernummer auch auf Gutschriften stehen?

Diese Frage taucht seit Jahresbeginn immer wieder auf. Um sie beantworten zu können, muss man die zwei Arten von Gutschriften sauber auseinander halten.

1. Die Gutschrift als Rechnungskorrektur: Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet man häufig Rechnungskorrekturen wegen nachträglicher Rabattgewährungen, Reklamationen oder Rücksendungen als „Gutschrift“. Derartige Gutschriften stellen keine Rechnung dar, weswegen auf ihnen auch keine Steuernummer vorgeschrieben ist. (Fundstelle: BMF, 29.01.04, Rz. 5, DStR 04, 268)

Unser Tipp: Geben Sie auf Gutschriften trotzdem Ihre Steuernummer (besser: die USt-ID-Nr.) an und vermeiden Sie dadurch überflüssige Diskussionen mit dem Gutschriftsempfänger. Beispiel: „Gutschrift - Wir schreiben Ihnen gut wegen Lieferung von 1000 Pullis mit falscher Farbe: 50 Prozent vom Rechnungsbetrag …  Unsere Steuernummer …“

2. Die Gutschrift im steuertechnischen Sinne: Der Gesetzeswortlaut geht nur dann von einer Gutschrift aus, wenn nicht der Leistende, sondern der zahlende Unternehmer abrechnet. (Fundstelle: BMF, 29.01.04, Rz. 36)

Typisches Beispiel: Provisionsgutschrift für einen Vertreter durch das Unternehmen, für das er tätig ist. Oder: Gutschrift eines Verlages für den Autor je nach Anzahl der verkauften Bücher. Wichtig: Auf solche Gutschriften gehört nicht die Steuernummer des Ausstellers der Gutschrift, sondern die Steuernummer des Geldempfängers.

Beispiel: „An Herrn Handelsvertreter Fritze Flink … : Gutschrift für die Vermittlung des Auftrags der Firma Testheimer AG in Berlin schreiben wir Ihnen gut: 5 Prozent des Auftragswerts in Höhe von 5 Mio Euro  = …“ Hier muss die Steuernummer des Handelsvertreters, der die Provision bekommt, angegeben werden.


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