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13.05.2016

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Ein Esstisch zu Hause ist keine Betriebsausgabe

Ein technischer Bauleiter kaufte sich einen Esszimmertisch aus Nussbaum mit sechs weißen Lederstühlen zum Preis von insgesamt 9.927 Euro. Diese Esstischgruppe stellte er bei sich zu Hause auf und wollte 3/7 der Kosten als Betriebsausgabe abziehen.

Er gab an, dass er nur am Wochenende dort privat speisen würde, an mindestens drei Tagen der Woche (deshalb 3/7 Abzug) aber dort Kunden empfangen würde. Außerdem sei sein Büro so eng, dass man dort solch einen großen Tisch gar nicht aufstellen könne, den er aber zum Ausbreiten von großen Bauplänen benötige.

Der Mann hatte jedoch Pech: Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz urteilte, dass ein solcher Esszimmertisch mit sechs Stühlen im Privathaus auch dann nicht als „Büroeinrichtung“ steuerlich absetzbar sei, wenn man den Tisch auch für betriebliche Arbeiten und vereinzelte Besprechungen mit Kunden benutze. (FG Rheinland-Pfalz, 11.02.16, 6 K 1996/14, BeckRS 16, 94484)


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