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04.08.2016

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Muss die Seitennummer vom Kontoauszug in die Buchung?

Oftmals hat ein Kontoauszug mehrere Blätter, also zum Beispiel Kontoauszug Nr. 13 hat Blatt 1, Blatt 2, Blatt 3. Viele buchen dann als Belegnummer immer nur 13. Entspricht das den GOBD („Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“)?

Antwort: Es kommt da­rauf an. Es gilt die Grundregel (GoBD, Textziffer 73): Die Zuordnung zwischen Beleg und Aufzeichnung muss in angemessener Zeit nachprüfbar sein. Wenn Sie also gleichzeitig einen aussagekräftigen Text buchen, zum Beispiel „Miete Blumenstraße“ oder „KFZ-Versicherung M-AX 123“, und alle Beträge der Buchungen unterschiedlich sind, wird die Zuordnung zwischen Buchung und Beleg wohl leicht möglich sein. Dann wäre die Seitennummer verzichtbar.

Anderer Beispielsfall: X verkauft übers Internet viele gleichartige EDV-Teile, er erhält an einem Tag 50 betragsgleiche Gutschriften auf dem Kontoauszug, alle mit gleichem Betrag 9,99 Euro. Hier wäre ohne Angabe der Blattnummer wahrscheinlich die „Zuordnung zwischen Beleg und Aufzeichnung" nicht in angemessener Zeit nachprüfbar.

Fazit: Neben der Kontoauszugsnummer auch die Blattnummer mit zu buchen, kann sicherlich nicht schaden. Notwendig ist es unseres Erachtens aber nur dann, wenn ohne Angabe der Blattnummer die Zuordnung extrem kompliziert oder schwierig ist.


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