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02.08.2016

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Häufige Fragen zu Darlehensforderungen gegen die eigene GmbH & Co KG

Sind stehen gelassene Gewinne des Kommanditisten Fremdkapital oder Eigenkapital? Sie sind Fremdkapital. Als Eigenkapital darf nur bilanziert werden, was der KG selbst gehört. Gewinne, die der Kommanditist jederzeit entnehmen kann, gehören aber nicht (mehr) der KG. Sie sind daher Fremdkapital.

Welchen Vorteil bringt ein Verzicht auf solche Forderungen? Erklärt ein Kommanditist ausdrücklich den Verzicht auf ein Darlehen (oder eben auf stehen gelassene Gewinne), so wandelt sich dieses Darlehen in Eigenkapital um. Dieses zusätzliche Eigenkapital erhöht das Verlustverrechnungs-Potenzial nach § 15a EStG. Dadurch können Sie gegebenenfalls Verluste, die als „nur verrechenbar“ festzustellen sind, umpolen in solche, die sofort mit anderen Einkünften ausgleichsfähig sind.

Wer erbt eigentlich Forderungen gegenüber der KG?
In die KG hinein gegebene Darlehen fallen nicht automatisch dem auserkorenen Unternehmenserben zu, sondern fallen in die Erbengemeinschaft. Durch die Umbuchung auf Eigenkapital kann man das Geld der Erbengemeinschaft entziehen, und es steht im Fall des Falles dem Unternehmenserben zu.

Kann man wacklige Forderungen an die eigene KG abschreiben? Wenn Sie Ihre Forderung im Sonderbetriebsvermögen abschreiben, wird das Finanzamt nicht mitspielen. Einfacher Trick: Sie verkaufen die notleidende Forderung für einen Euro an einen Angehörigen und realisieren den Verlust dadurch. Dagegen kann das Finanzamt nichts unternehmen.


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