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19.09.2016

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Wenn der Firmenwagen in der Privatgarage des Unternehmemers steht

Es ist für den Unternehmer oft schwer nachzuvollziehen, wie Betriebs­prüfer ticken. Was diese gerne machen: Privatvermögen gegen den Willen des Steuerpflichtigen zu Betriebsvermögen zu erklären. Der Grund: Verkauft man Betriebsvermögen, ist der Gewinn stets steuerpflichtig - auch nach 20 oder 30 Jahren.

Wenn nun ein Unternehmer seinen Firmenwagen in der privaten Garage beim Wohnhaus unterstellt, wird vom Finanzamt gerne folgende Argumentationskette verwendet: „Der Wagen ist notwendiges Betriebsvermögen, Betriebsvermögen wird in einer Garage eingestellt, somit ist auch die Garage Betriebsvermögen.“ Diese Argumentation ist aber bereits mehrfach
– sogar schon vor 60 Jahren – vom Bundesfinanzhof vom Tisch gewischt worden. (BFH 19.12.56, BFH 28.06.83, FG Köln, 14.07.00)

Zutreffend ist Folgendes: Eine Doppelgarage beim Einfamilienhaus ist ein unselbständiges Nebengebäude des Einfamilienhauses. „Der Zusammenhang der Garage mit dem Wohngebäude wird nicht dadurch gelöst, dass die Garage zur Unterstellung eines betrieblichen Pkw dient. Durch das Unterstellen des betrieblichen Pkw wird die Garage weder ganz noch zur Hälfte Betriebsvermögen.“


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