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18.11.2016

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Häufige Irrtümer zu Mahnungen und Verzugszinsen

Zum Thema Mahnungen und Verzugszinsen gibt es eine Menge Irrtümer, die sich hartnäckig halten.

Irrtum 1: Ohne Mahnung kein Verzug. Das stimmt nicht. Geschäftskunden geraten bereits durch die gesetzliche Regelung in Zahlungsverzug, wenn die Rechnung nicht spätestens nach 30 Tagen bezahlt ist.

Eine Mahnung ist nicht notwendig. Diese Frist können Sie noch abkürzen, zum Beispiel durch einen Hinweis auf der Rechnung: „Zahlbar und fällig nach 14 Tagen“. Praxishinweis: Trotzdem sollten Sie - allein um die Geschäftsbeziehung nicht zu gefährden - vor Einleitung anderer Schritte eine Mahnung verschicken.

Irrtum 2: Zinsen erst nach Einleitung des gerichtlichen Mahnverfahrens. Falsch: Bereits nach Eintritt des Verzugs können Sie bei Geschäftskunden derzeit 8,12 Prozent Jahreszins (neun Prozent minus Basiszinssatz) verlangen.

Irrtum 3: Mahngebühr maximal fünf Euro. Das mag bei Privatkunden so zutreffen. Hier kann man je nach Gerichtsbezirk nur zwischen 2,50 Euro und fünf Euro verlangen. Bei Geschäftskunden darf die Mahngebühr seit 29. Juli 2014 jedoch 40 Euro betragen (§ 288 Abs. 5 BGB).


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