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14.06.2004

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Wie Sie Zinseinkünfte steuersicher auf Ihre Kinder verlagern

2004 wurden die Sparerfreibeträge wieder einmal abgesenkt. Viele Eltern gehen daher dazu über, Konten und Depots auf die Namen ihrer Kinder einzurichten, um zusätzlich deren Sparerfreibeträge zu nutzen.

Das kann gefährlich sein: Wer Geld oder Aktien nur zum Schein auf seine Kinder überträgt, aber weiter über dieses Vermögen wie über sein eigenes verfügt, der muss die Zinsen auch in seiner eigenen Steuererklärung angeben. Wer das nicht tut, riskiert ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung.

So geht es richtig: Steuerlich wird die Übertragung auf die Kinder nur dann anerkannt, wenn die Eltern das Vermögen fein säuberlich getrennt von ihrem eigenen verwalten und ausschließlich für die Kinder verwenden. Es ist unschädlich, von dem Konto Anschaffungen für die Kinder zu tätigen.

Schenkungssteuer: Schenkungssteuer fällt bei Schenkungen bis zur Höhe von 205 000 Euro nicht an. Dieser Freibetrag gilt je Kind und je Elternteil. Schenkungen innerhalb von 10 Jahren werden zusammengerechnet.

Einkommensteuer bei den Kindern: Die Kinder können den Grundfreibetrag in Höhe von 7664 Euro, den Sparerfreibetrag von 1.370 Euro sowie die Werbungskosten- und Sonderausgabenpauschale von insgesamt 87 Euro nutzen. Das sind insgesamt 9121 Euro an steuerpflichtigen Einnahmen, die beim Kind ohne Steuerbelastung anfallen können. Falls es sich ausschließlich um Aktien handelt, können die Dividenden sogar über 18 000 Euro im Jahr betragen, ohne dass beim Kind Steuer anfällt.

Geschenkt ist geschenkt: Bedenken Sie, dass Ihre Kinder bei Eintritt der Volljährigkeit mit dem Geld machen können, was sie wollen. Sie haben dann keinerlei Zugriffsmöglichkeit mehr. Eine derartige Verlagerung muss daher gut überlegt werden.


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