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01.07.2004

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Jetzt hat Ihre KG wieder 100 % Vorsteuerabzug beim Autokauf

Im Jahre 1999 hatte der damalige Finanzminister Lafontaine eine Regelung in Kraft gesetzt, wonach bei privat mitbenutzten Autos der Vorsteuerabzug nur zur Hälfte geltend gemacht werden durfte. Dies wurde nun wieder abgeschafft:


Da diese Regelung kompliziert war und zudem gegen EU-Recht verstieß, wurde sie per 01.01.04 wieder abgeschafft.

Hat Ihre KG in 2003 ein Auto angeschafft? Auch dann sollten Sie den vollen Vorsteuerabzug geltend machen. Die Finanzämter erstatten nämlich bereits bei Kauf ab 01.01.03 auf Antrag 100 Prozent. Was gilt für die Jahre 1999 bis 2002? Wenn Sie hier auch noch rückwirkend 100 Prozent Vorsteuer holen wollen, müssen Sie den Ausgang der entsprechenden Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof abwarten.  (Rechtsgrundlage: OFD München, 20.05.03, S-7303b-1 St 432, DStR 03, 1076)

Ihre GmbH & Co. KG war gar nicht betroffen? Sie haben auch in den Jahren 1999 bis 2002 unbeirrt die volle Vorsteuer bei Ihrem Geschäftswagen geltend gemacht? Das kann gut sein. Denn betroffen von der Vorsteuer-Halbierung war nur die „unentgeltliche“ private Mitbenutzung. Hat Ihr Steuerberater hingegen eine Belastungsbuchung auf Ihrem Kapitalkonto durchgeführt, galt Ihre Kfz-Benutzung als entgeltlich. Die Folge: Durch diesen Schachzug hatte Sie Lafontaines verunglücktes Gesetz ohnehin nie betroffen.

Fazit: Egal, ob Sie in den Jahren 1999 bis 2003 die Vorsteuer aus Ihren Kfz-Kosten zu 50 oder 100 Prozent geltend gemacht haben, ab 2004 (auf Wunsch auch ab 2003 - s.o.) gilt wieder die Regelung der Kohl-`ra: 100 Prozent Vorsteuerabzug auch dann, wenn der Wagen vom Kommanditisten privat gefahren wird. Freilich muss nun aber wieder Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch bezahlt werden.

 


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