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01.07.2004

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Einen Instandhaltungs-Rückstau in einen Steuervorteil ummünzen

Besteht in Ihrem Unternehmen ein Rückstau an überfälligen Reparaturen, können und müssen Sie dafür eine Rückstellung in Ihrer Bilanz bilden. Voraussetzung: Sie holen die Reparatur innerhalb von drei Monaten nach dem Bilanzstichtag nach. (Rechtsgrundlage:  § 249 Abs. 1 Nr. 1 HGB) 

Beispiel: Bei dem Firmengebäude der X-GmbH-&-Co.-KG ist das Dach undicht. Außerdem fällt der Firmen-VW-Bus im Dezember 2003 durch den TÜV, weil die Reifen abgefahren sind. Der Geschäftsführer lässt das Dach im März 2004 reparieren. Neue Reifen werden im April 2004 montiert.

Die Folge: Für die Dach-Reparatur muss die X-GmbH-&-Co.-KG eine Rückstellung in der 2003er-Bilanz bilden, weil die Nachholung der überfälligen Reparatur innerhalb von drei Monaten nach dem Bilanzstichtag 31.12.03 erfolgte. Für die Reifen muss keine Rückstellung gebildet werden, weil die Drei-Monats-Frist überschritten wurde. Falls hierfür trotzdem eine Rückstellung gebildet wird - was handelsrechtlich zulässig ist - wird diese steuerlich nicht anerkannt.

Fazit: Geben Sie Ihrem Steuerberater zu den Bilanzunterlagen eine Liste mit überfälligen Reparaturen mit, die Sie bis März des Folgejahres nachgeholt haben. Dann können die Kosten noch im alten Geschäftsjahr Steuer mindernd verbucht werden.

IZW-Service: Eine Liste mit allen gängigen Rückstellungsarten, die Ihr Unternehmen zum Steuern sparen nutzen kann, finden Sie hier.


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