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04.10.2004

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Was bedeutet noch einmal Cashflow?

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen spielen eine immer größere Rolle. Die Banken analysieren sie inzwischen mindestens im Jahresturnus. Wenn Sie Ihr Banker hier etwas fragt, sollten Sie fit sein und nicht erst in Ihrer Erinnerung kramen müssen.

Cashflow: Hier geht es um die einfache Frage, ob mehr Geld in Ihr Unternehmen hineinfließt als hinaus. Der Gewinn beantwortet diese Frage nicht, da in den Gewinn Beträge eingehen, die nicht zahlungswirksam sind (z. B. Abschreibung, Erhöhung von Rückstellungen). Beim Cashflow gibt es verschiedene Definitionen: Die wichtigsten sind “Netto-Cashflow” und “Brutto-Cashflow”.

Netto-Cashflow:   
Gewinn
 + Abschreibungen
 + Zuführungen zu Rückstellungen
 = Netto-Cashflow

Brutto-Cashflow:
 
Netto-Cashflow
 + Einlagen
 ./. Entnahmen
 = Brutto-Cashflow

Was können Sie aus diesen Größen ablesen? Der Netto-Cashflow zeigt die Ertragskraft Ihrer GmbH & Co. KG. Der Brutto-Cashflow zeigt Ihren finanziellen Spielraum an.

Beispiel: Die X-GmbH & Co. KG hatte 2003 einen Gewinn von 30 000 Euro, die Abschreibungen betrugen 10 000 Euro. Der Kommanditist, Herr X, hat wegen eines privaten Hauskaufs sein gesamtes variables Kapitalkonto in Höhe von 100 000 Euro aus der KG abgezogen.

Ergebnis: Netto-Cashflow (Ertragskraft): 30 000 + 10 000 = + 40 000 Euro. Brutto-Cashflow (finanzieller Spielraum): 40 000 - 100 000 = - 60 000 Euro. Sofern diese GmbH & Co. KG also zu Jahresbeginn nicht mindestens 60 000 Euro auf dem Girokonto hatte, wird sie nun auf Bankkredite angewiesen sein.


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