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30.03.2005

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Mini-Jobber: Arbeitsspitzen in einem anderen Monat entlohnen?

Seit April 2003 kommt es bei Mini-Jobbern nicht mehr auf die Anzahl der wöchentlichen Arbeitsstunden an. Trotzdem gilt nach wie vor: Nach der “Beitragsüberwachungsverordnung” müssen Sie bei flexibler Arbeitszeit immer noch Nachweise über die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden zu den Lohnunterlagen nehmen. (Rechtsgrundlage: Geringfügigkeits-Richtlinien, 25.02.03)

In manchen Blättern kursiert nun dieser Tipp: Wenn Jobber in einigen Monaten mehr als 400 Euro verdienen würden, sollte man als Arbeitgeber Arbeitszeitkonten einrichten und Arbeitsspitzen zeitversetzt in einem anderen Monat entlohnen.

Wir raten zur Vorsicht: Dieses Modell ist von den Sozialversicherungsträgern nicht eindeutig genehmigt. Wer es dennoch anwendet, läuft Gefahr, dass ein Prüfer der BfA oder LVA eines Tages bei Mini-Jobbern mit Arbeitszeitkonten die Meinung vertritt, diese seien gar keine geringfügig Beschäftigten gewesen.

Fazit: Mini-Jobber auf 400-Euro-Basis dürfen im Monat maximal 400 Euro verdienen. Dabei kommt es auf den erarbeiteten Anspruch und nicht auf die tatsächliche Auszahlung an. Arbeitszeitkonten, mit denen der Lohn von einem in einen anderen Monat geschoben werden soll, sind rechtlich nicht abgesichert.

IZW-Extra-Tipp: Es gibt durchaus rechtlich wasserdichte Möglichkeiten, Mini-Jobbern ohne nachteilige Folgen mehr als 400 Euro netto im Monat auszuzahlen. Wie das geht, lesen Sie nochmals im "Brief für die GmbH & Co. KG." vom 08.06.04.


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