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17.06.2005

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Fahren Sie mit einer „normalen“ GmbH besser?

Mit Ihrer GmbH & Co KG haben Sie sich eine Rechtsform ausgesucht, die nur auf den ersten Blick kompliziert ist. Im Alltagsgebrauch ist sie einfach und bietet auch sonst viele Vorteile. Aber auch, wenn Sie zufrieden sind, lohnt es sich, mal einen Seitenblick auf andere Rechtsformen zu werfen. Insbesondere die „normale“ GmbH ist in bestimmten Situationen der GmbH & Co KG überlegen.

Die „normale“ GmbH ist für Sie besser, wenn Sie …

… Gewinne eher in der Firma belassen: Denn dann profitieren Sie von dem niedrigen Körperschaftsteuersatz, der vielleicht in Zukunft sogar noch weiter sinkt. Bei der GmbH und Co KG müssen sie hingegen alle Gewinne immer voll versteuern, egal ob Sie sie entnehmen oder nicht.

… einen Anteilsverkauf planen: Wollen Sie Ihr Unternehmen oder Anteile daran verkaufen? Dann ist die GmbH stark im Vorteil. Denn hier müssen Sie stets nur die Hälfte des Veräußerungsgewinns versteuern, egal wie alt Sie sind, wieviel Sie verkaufen oder ob Sie bereits einmal ein Unternehmen verkauft haben.

… dauerhaft hohe Gewinne erzielen: Denn hier haben Sie bei einer GmbH die Möglichkeit, sich eine Altersrente von ihrer eigenen Firma zusagen zu lassen. Wenn Sie das clever gestalten, kommen Sie zu einer üppigen Firmenrente ohne einen Cent Eigenleistung.

Allerdings müssen Sie bei einer GmbH auch mit zahlreichen Nachteilen kämpfen: Bei Gewinnausschüttungen kommt es zu einer Doppelbelastung, die Erbschaftssteuer ist in der Regel höher, die Verrechnung mit privaten Verlusten klappt nicht und in vielen Alltags-Angelegenheiten ist die GmbH recht unflexibel.

Fazit: Eine pauschale Aussage, welche Rechtsform besser ist, lässt sich nicht treffen. Je nach Ihrer individuellen Situation lässt sich aber sehr wohl eindeutig feststellen, ob Sie mit ihrer jetzigen GmbH und Co KG gut bedient sind, oder ob Sie tatsächlich eine Umwandlung ins Auge fassen sollten.

Ausblick: Im März 2005 wurde bei einem so genannten „Jobgipfel“ im Kanzleramt unter anderem vereinbart, den Steuersatz für GmbHs von 25 auf 19 Prozent abzusenken. Ob das angesichts der Neuwahlen nun wirklich kommen wird, ist mehr als unsicher, zumal sich gerade die SPD-Linke damit sehr schwer tut. Diesen „Vielleicht-Bonus“ der GmbH sollten Sie bei Ihren Überlegungen besser außer Acht lassen.

IZW Service: Eine leicht verständliche Checkliste, mit der Sie auch als Steuerlaie prüfen können, ob eine Umwandlung Ihnen Vorteile bringt, finden Sie hier.


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