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17.06.2005

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Stellen Sie säumigen Zahlern Verzugszinsen in Rechnung

 Wann können Sie ‘faulen Kunden’ Verzugszinsen berechnen? Erst dann, wenn ein säumiger Zahler in Verzug gesetzt wurde. Wann aber tritt Verzug ein?

Verzug tritt mit Zugang einer Mahnung ein: Wenn Sie nicht im Vertrag für die Zahlung eine Zeit nach dem Kalender bestimmt haben - und dies macht man in der Regel nur in Miet- oder Leasingverträgen -, können Sie den Schuldner nur durch eine Mahnung in Verzug setzen. Hierfür genügt aber auch wirklich eine einzige Mahnung. (Rechtsgrundlage: §§ 286, 288 BGB)

Verzug kann jedoch auch ohne Mahnung eintreten: Und zwar dann, wenn Ihr Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit und Erhalt einer Rechnung zahlt. Gegenüber Verbrauchern muss darauf in der Rechnung ausdrücklich hingewiesen werden. Der Hinweis kann aber leicht dazu führen, dass der Schuldner meint, er müsse überhaupt erst nach 30 Tagen zahlen und wenn es darauf ankommt, wird der Zugang der Rechnung einfach bestritten. Überlegen Sie also gut, wann Sie diesen Zusatz wählen. (Rechtsgrundlage:  § 286 Abs. 3 BGB)

Mit Eintritt des Verzugs wird es teuer: Der Schuldner muss dann nicht nur Verzugszinsen zahlen, sondern auch die Kosten Ihres Anwalts oder Inkassobüros tragen. Die notwendige erste Mahnung sollten Sie daher nie vom Anwalt machen lassen, weil Sie die Kosten hiefür noch selber tragen müssten.

Wie hoch sind die Verzugszinsen? Der gesetzliche Zinssatz beträgt unter Nichtkaufleuten fünf Prozentpunkte über dem jeweiligen Basiszinssatz, der von der EZB, der Europäischen Zentralbank, festgelegt wird. Derzeit liegt er bei 1,21 Prozent. Von Kaufleuten können Sie sogar acht Prozentpunkte über dem Basiszinssatz verlangen. Zahlen Sie bei Ihrer Bank höhere Zinsen, können Sie auch diese geltend machen.

Hilfe bei der Berechnung der Verzugszinsen: Auf der Internet-Seite www.basiszins.de finden Sie einen Rechner, mit dessen Hilfe Sie die Zinsen berechnen können.


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