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30.06.2005

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Wenn Sie Schüler und Studenten beschäftigen

Wenn Sie einen Schüler oder Studenten in den Ferien bei Ihnen beschäftigen, kommen Sie zu einer Arbeitskraft mit minimalen Lohn-Nebenkosten.

Vorteil 1: Wenn der Student oder die Studentin höchstens zwei Monate oder 50 Arbeitstage bei Ihnen arbeitet, fallen gar keine Sozialversicherungsb-Beiträge an, auch keine Rentenversicherungs-Beiträge, weil dies als „kurzfristige Beschäftigung“ gilt.

Vorteil 2: Die Beschäftigung ist in aller Regel steuerfrei. Bis 896 Euro Monatslohn müssen Sie keine Lohnsteuer abziehen, wenn Ihnen der Student eine Lohnsteuerkarte Klasse I vorlegt. Zahlen Sie einen höheren Monatslohn, fällt zwar vorläufig Lohnsteuer an. Der Student bekommt diese aber wieder zurück, wenn er nach Jahresende eine Einkommensteuer-Erklärung abgibt. Denn erst ab einem Bruttoarbeitslohn von mehr als 8584 Euro im Jahr (7664 Euro Grundfreibetrag plus 920 Euro Arbeitnehmer-Pauschbetrag) wird Einkommensteuer fällig. Tipp: Die Lohnsteuer-Pauschalierung lohnt sich deshalb in der Regel für Sie als Arbeitgeber nicht.

Beachten Sie auch die für das Kindergeld maßgebliche Jahresverdienst-Grenze von 7680 Euro: Verdient ein volljähriger Student oder Schüler im Jahr mehr als 8600 Euro (7680 Euro plus 920 Euro Arbeitnehmer-Pauschbetrag), fallen bei seinen Eltern Kindergeld und weitere Vergünstigungen weg. Dafür genügt schon eine ganz geringfügige Überschreitung.

Kombination mit 400-Euro-Job? Hat der Schüler oder Student bei einem anderen Arbeitgeber gleichzeitig einen 400-Euro-Job, ist das unschädlich. Sie können ihn oder sie gleichwohl zwei Monate „kurzfristig“ sozialversicherungsfrei anstellen. Ungeklärt und deshalb aus unserer Sicht bedenklich ist es aber, einen Studenten „kurzfristig“ zu beschäftigen, der bei Ihnen unmittelbar davor oder danach auf 400-Euro-Basis arbeitet.

Unterschied zwischen Schülern und Studenten: All diese Regeln gelten für Schüler und Studenten gleichermaßen. Eine Besonderheit bei Studenten ist jedoch, dass diese während des Semesters bis zu 20 Stunden wöchentlich arbeiten können, ohne dass Arbeitslosen- und Krankenversicherungs-Beiträge anfallen. Lediglich die Rentenversicherung in Höhe von 19,5 Prozent wird fällig, die Sie sich mit dem Studenten teilen. Wichtig: Lassen Sie sich immer eine Immatrikulations-Bescheinigung geben, damit Sie nachweisen können, dass Ihr Arbeitnehmer wirklich studiert.

Vorsicht: Studenten, die während des Semesters mehr als 20 Stunden wöchentlich arbeiten, gelten nicht mehr als Studenten, sondern als normale Arbeitnehmer und sind deshalb voll sozialversicherungspflichtig.


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