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14.07.2005

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Pleite trotz voller Auftragsbücher? So schützen Sie sich

Erfahrene Banker und Berater stoßen immer wieder auf ein paradoxes Phänomen: Unternehmen mit guten Gewinnen und vollen Auftragsbüchern müssen Insolvenz anmelden. Wie kann so etwas passieren? Die Antwort: Man hat bei einem schnellen Expansionskurs vergessen, den Lageraufbau und den Aufbau der Kundenforderungen einzuplanen. Und so kann eine gewinnträchtige Firma den Liquiditätstod sterben.

Bedenken Sie diese Folgen einer Umsatzsteigerung: Sie brauchen ein größeres Lager, dessen Bestand Sie erst einmal finanzieren müssen. Dann brauchen Sie mehr Mitarbeiter, die Sie jeden Monat bezahlen müssen. Außerdem steigt automatisch der Umfang Ihrer Forderungen an. Auch dieses Geld müssen Sie vorfinanzieren, denn immer mehr Geld liegt bei Ihren Kunden auf dem Konto und nicht auf Ihrem.

So beugen Sie vor: Erstellen Sie eine professionelle Liquiditätsplanung. Denken Sie daran, dass mehr Umsatz zuerst nicht mehr Geld bedeutet, sondern weniger. Sprechen Sie mit Ihrer Bank, dass diese den Kontokorrentrahmen ausweitet, damit Sie Ihr erhöhtes Umlaufvermögen (Lagerbestand und Kundenforderungen) finanzieren können.

Fazit: Mehr Umsatz bedeutet nur langfristig mehr Gewinn und mehr Geld. Kurzfristig bedeutet mehr Umsatz weniger Geld. Planen Sie diesen Liquiditätsbedarf unbedingt ein, damit Sie nicht mit vollen Auftragsbüchern in die Zahlungsunfähigkeit rauschen.


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