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01.08.2005

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Welche Gefahr Ihnen durch tilgungsfreie Darlehen droht

Falls Sie öffentliche Investitions-Darlehen mit Tilgungsaussetzung oder mit niedrigen Tilgungssätzen bekommen haben, können Sie langfristig in eine Liquiditätsfalle geraten.

Das passiert so: Wenn Sie einerseits die finanzierten Investitionsgüter sehr schnell abschreiben (degressiv und Sonderabschreibung), andererseits aber wenig oder gar nicht tilgen, haben sie eine trügerische Liquidität in Ihrem Unternehmen. Diese Liquidität entspringt aber nicht verdienten Gewinnen, sondern resultiert nur aus dem Fremdkapital ohne Tilgung.

Die Gefahr: Später müssen Sie doch tilgen. Dann entsteht eine gefährliche Schere. Denn Sie haben auf der einen Seite hohe Schulden und auf der anderen Seite nichts mehr zum Abschreiben. Dann müssen Sie die Tilgung aus versteuerten Gewinnen nach Belastung mit Ertragsteuern bestreiten. Eine lange Zeit der Liquiditäts-Belastung ist damit vorprogrammiert.

Machen Sie deshalb den Schnell-Check: Ist Ihre Abschreibung höher als Ihre Tilgungen? Dann sollten Sie in Höhe des Unterschiedsbetrags eine Rücklage bilden. Aus dieser können Sie dann die später einsetzende Tilgung komfortabel bedienen, ohne in Geldnöte zu geraten.

Fazit: Öffentliche Förderdarlehen ohne Tilgung gaukeln anfangs eine gefährliche Liquidität vor. Wenn Sie diese Liquidität nicht für neue, Ertrag bringende Investitionen nutzen, sollten Sie das Geld zurücklegen, um bei der später einsetzenden Tilgung Liquiditätsprobleme zu vermeiden.


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