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17.10.2005

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So holen Sie sich einen Steuerrabatt für Putzfrau, Gärtner und Co ...

Wenn Sie in Ihrem Haushalt eine (legale) Putzhilfe anstellen, oder dort sonstige Dienstleistungen in Anspruch nehmen, können Sie 10 oder 20 Prozent dieser Kosten, maximal aber 2.400 Euro, direkt von Ihrer Steuerlast abziehen. 

Voraussetzung: Die Tätigkeit muss „... durch einen Haushalt begründet sein und sonst gewöhnlich durch Mitglieder des privaten Haushalts erledigt werden“. Beispiele: Schneeräumen, Gartenpflege, Reinigungsarbeiten, Pflegedienstleistungen, Hilfe beim Einkaufen. (Fundstelle: § 8a SGB IV)

Beispiel zum Minijobber: Sie haben 2004 eine Haushaltshilfe beschäftigt, die 300 Euro im Monat verdient. Das kostet Sie zusätzlich zum Lohn monatlich 12 Prozent = 36 Euro. Im Jahr sind das insgesamt 3.600 + 432 Euro = 4.032 Euro. 10 Prozent hiervon, also 403,20 Euro können Sie von Ihrer Steuerschuld 2004 abziehen. Denken Sie bei Ihrer 2004er-Steuererklärung daran, sonst verschenken Sie bares Geld. Maximal können Sie bei Variante eins 510 Euro von Ihrer Steuerlast abziehen. (Fundstelle: § 35a Abs. 1 EStG) 

Zusätzliche Förderung: Es gelten bei Minijobbern im Haushalt reduzierte Sozialabgaben. Als Arbeitgeber zahlen Sie nur 12 Prozent pauschale Abgaben (5 Prozent Rentenversicherung, 5 Prozent Krankenversicherung und 2 Prozent Steuern) statt 25 Prozent wie bei „normalen“ Minijobs.

Beispiel zum sozialversicherungspflichtigen Job: Ein Ehepaar stellt ab 2004 ein Kindermädchen zur Betreuung seins Kindes an, das monatlich 500 Euro verdient. Es werden Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung fällig (Arbeitgeberanteil ca. 21 Prozent). Die Gesamtkosten 2004: Etwa 7.260 Euro (= 12 x 605 Euro). Wenn das Kind über 14 Jahre alt ist, können die Eheleute 12 Prozent hiervon, maximal aber 2.400 Euro von ihrer Steuerlast abziehen. Im konkreten Fall sind es 871,20 Euro (12 Prozent von 7.260 Euro). Bei Kindern unter 14 Jahren wird anders gerechnet. (Fundstelle: § 33c EStG)

... und für einige Handwerker-Rechnungen

Beispiel: Herr Y lässt seine Innenwände neu streichen. Der Maler verlangt (ohne Material) 1.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Möglicher Abzug: 20 Prozent der Kosten, maximal 600 Euro jährlich. Hier sind es 200 Euro (1.000 Euro x 20 Prozent), die Herr Y von seiner Steuerschuld abziehen kann.

Achtung: Absetzbar sind Tätigkeiten, die gewöhnlich durch Mitglieder eines durchschnittlichen privaten Haushalts ausgeführt werden, also z. B. Tapezieren, Anstreichen und Lackieren oder das Ausbessern von Löchern. „Profiarbeit“ wird nicht gefördert: Für Arbeiten, die Heimwerker normalerweise nicht selber machen können, gibt es keinen Steuerabzug. Das können Sie also im Privathaus nicht absetzen: Wartung und Reparatur der Heizung, Elektro- und Sanitärreparaturen, Boden- und Fliesenarbeiten, Verputzarbeiten oder zum Beispiel der Austausch von Fenstern, Dachreparaturen.

Voraussetzung zum Absetzen von Handwerker-Rechnungen: Vorlage der Rechnung und Zahlungsnachweis durch Bankbeleg. Barzahlung wird nicht anerkannt.


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