Newsletter

Zum PDF Archiv

30.11.2005

Als PDF herunter laden

Wie Sie Ihre Gewerbesteuerschuld reduzieren

Wissen Sie, wie das Finanzamt Ihre Gewerbesteuerschuld berechnet? Es lohnt sich durchaus, sich einmal mit dieser Frage zu beschäftigen. Denn man kommt dabei auf Ideen, wie man diese Gewerbesteuerschuld senken kann:

Die Gewerbesteuer steht den Gemeinden zu. Die Höhe allerdings wird vom Finanzamt über den „Gewerbesteuer-Messbetrag“ festgelegt. Diesen braucht die Gemeinde oder Stadt des jeweiligen GmbH-&-Co-KG-Sitzes nur noch mit dem Hebesatz zu multiplizieren, dann kommt die tatsächliche Gewerbesteuerschuld dabei heraus.

Beispiel: Der Gewerbesteuer-Messbetrag der Huber GmbH & Co KG aus München beträgt 2.500 Euro. Der Hebesatz in München liegt bei 490 Prozent. Dann muss die Huber GmbH & Co KG 12.250 Euro Gewerbesteuer an die Stadt München zahlen
(= 2.500 x 490 Prozent).

So wird der Gewerbesteuer-Messbetrag errechnet: Im ersten Schritt wird der „Gewerbeertrag“ errechnet. Das ist Ihr GmbH-&-Co-KG-Gewinn inklusive des Gewinns aus den Sonderbilanzen der Gesellschafter. Dieser wird um bestimmte Positionen erhöht (z. B. 50 Prozent der langfristigen Zinsen) und um andere gekürzt (z. B. 1,2 Prozent des Einheitswerts von Betriebsimmobilien).

Schritt 2: Wie der Gewerbesteuermessbetrag errechnet wird, sehen Sie am besten an folgendem Beispiel. Die Huber GmbH & Co KG hat einen Gewerbeertrag von 100.000 Euro. So sieht die Rechnung aus:

 

Gewerbe-ertrag

Multi-plikator

GewSt-Messbetrag

Freibetrag

    24.500  

0%

           -    

die ersten 12.000 Euro mit  1%

    12.000  

1%

         120  

weitere 12.000 mit 2%

    12.000  

2%

         240  

weitere 12.000 mit 3%

    12.000  

3%

         360  

weitere 12.000 mit 4%

    12.000  

4%

         480  

der Rest mit 5%

    27.500  

5%

      1.375  

Summe

  100.000  

 

      2.575  

abgerundet auf volle 100 Euro

      2.500  

mal Hebesatz der jeweiligen Stadt

490%

 = Gewerbesteuerschuld

    12.250  

Steuerermäßigung: Die Gesellschafter können das 1,8Fache des Gewerbesteuer-Messbetrags (also hier 2.500 x 1,8 = 4.500 Euro) direkt von ihrer Einkommensteuer abziehen. Außerdem kann die Huber GmbH & Co KG die Gewerbesteuerzahlung als Betriebsausgaben geltend machen.

Wie Sie Gewerbesteuer sparen: Den Gewerbesteuerfreibetrag und den günstigen Staffeltarif (mit 1, 2, 3 und 4 Prozent) können Sie mehrfach nutzen, indem Sie eine weitere GmbH & Co KG gründen. Das geht mit der gleichen Komplementär-GmbH! Das lohnt sich für Unternehmen mit dauerhaft hohen Gewinnen. Beispiel: Würde die Huber GmbH & Co KG aus dem Beispiel jedes Jahr 200.000 Euro Gewinn machen, könnte sie durch Aufspaltung auf zwei GmbH & Co KGs jedes Jahr 12.250 Euro Gewerbesteuer sparen. Wenn der Steuerberater für diese zusätzliche Bilanz 5.000 Euro verlangen würde, blieben immerhin jedes Jahr noch 7.250 Euro mehr in der Kasse übrig.


zurück