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14.12.2005

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Welche Darlehen Ihr Verlustverrechnungs-Potential erhöhen

Grundsätzlich gilt: Verluste Ihrer KG können Sie nur dann mit anderen Einkünften verrechnen, wenn Sie ein positives Kapitalkonto haben. Zum Kapital zählen: Ihr festes Kapitalkonto, Rücklagen, Gewinnguthaben oder Verrechnungsguthaben. Nicht dazu zählen: Darlehen, die Sie Ihrer KG gewährt haben.

Bestimmte Darlehen gelten aber doch als „Eigenkapital“: Und zwar so genannte „Finanzplandarlehen“. Wenn Sie Ihrer KG - meist bei der Gründung - ein solches gewährt haben, bedeutet das für Sie: Mehr Verlustverrechnung und mehr Steuererstattungen. Ein aktuelles Urteil hat dies so entschieden. (Rechtsgrundlage: § 15a EStG)

Beispiel: Herr X hat 500.000 Euro Einkünfte aus einer Industriebeteiligung. Daneben hat er 500.000 Euro Verlust aus einer GmbH & Co KG. Er müsste also eigentlich gar keine Steuern zahlen. Doch sein Kapitalkonto bei der KG ist Null. Deshalb zählen die GmbH-&-Co-KG-Verluste nicht. Allerdings hat X der GmbH & Co KG ein sog. „Finanzplandarlehen“ in Höhe von 200.000 Euro gewährt. So kann er von den Verlusten wenigstens 200.000 Euro mit seinen anderen Einkünften verrechnen. (Fundstelle: BFH, 07.04.05, DStR 05, 1179)

Was ist ein Finanzplandarlehen? Ein solches liegt laut Urteil vor, wenn
- das Darlehen während des Bestehens der Gesellschaft vom Kommanditisten nicht gekündigt werden kann
- und wenn das Guthaben im Falle seines Ausscheidens oder der Liquidation der Gesellschaft mit einem eventuell bestehenden negativen Kapitalkonto verrechnet wird.

Fazit: So genannte „Finanzplandarlehen“ (s. o.) erhöhen Ihr steuerlich maßgebliches Kapitalkonto und damit Ihr Verlustausgleichs-Potential.


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