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19.05.2009

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Ab sofort Entlastung bei den Größenklassen für Ihre GmbH oder KG

Ob eine GmbH oder eine KG „klein“ oder „mittelgroß“ ist, spielt in zweierlei Hinsicht eine bedeutende Rolle: Erstens muss eine kleine Gesellschaft ihre Gewinn- und Verlustrechnung nicht im Unternehmensregister offen legen. Zweitens braucht die GmbH kein Wirtschaftsprüfer-Testat, welches weiteres Geld kostet. (§ 267 HGB)

Ein neues Gesetz hat Ihnen hier etwas Entspannung gebracht:
Am 03.04.09 wurde das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) endgültig auch vom Bundesrat abgesegnet. Es bringt weit reichende Änderungen des Handesgesetzbuches mit sich. Die meisten Änderungen gelten zwar erst ab 2010 (Art. 66 Abs. 3 Satz 1 EGHGB: „nach dem 31.12.09 beginnende Geschäftsjahre“).

Überraschung aber:
Die Anhebung der Schwellenwerte gilt schon ab dem Bilanzjahr 2008. Diese Schwellenwerte regeln, was als „klein“, „mittel“ und „groß“ gilt und gelten schon für das Bilanzjahr 2008. (Art. 66 Abs. 1 EGHGB: „… nach  dem 31.12.07 beginnende Geschäftsjahre“)

Das sind jetzt die endgültigen Grenzwerte für
die kleine GmbH/GmbH & Co KG:

 


Wirtschaftsjahr
2008 bzw. 08/09

 Wirtschaftsjahr
2009 bzw. 09/10 
Bilanzsumme  max 4,015 Mio. Euro
max. 4,84 Mio. Euro
 Umsatz  max. 8,03 Mio. Euro   max. 9,68 Mio. Euro
 Arbeitnehmer  <= 50
 <= 50

 
Die Regel gilt so: Wenn Sie an zwei aufeinander folgenden Bilanzstichtagen zwei dieser Merkmale überschreiten, rutschen Sie jeweils in die nächst höhere Klasse.

Wichtig für Sie: Falls Sie davon ausgehen, dass Sie „mittelgroß“ sind, überprüfen Sie vor Erstellung Ihrer 2008er-Bilanz, ob Sie nun womöglich „klein“ geworden sind. Dann könnten Sie sich den Wirtschaftsprüfer sparen und müssten zudem Ihre G + V nicht im Unternehmensregister offen legen.


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