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18.07.2019

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Wenn Sie gemietete Büroräume umbauen

Wenn der Mieter gemietete Flächen renoviert oder umbaut, wird das genauso behandelt wie beim Eigentümer. Reparaturen können Sie sofort abziehen, Ausbauten müssen Sie abschreiben, allerdings nicht über die Gebäudenutzungsdauer, sondern nur über die Mietvertragsdauer.

Beispiel 1: X mietet ein Großraumbüro für zehn Jahre und zieht ein paar Wände ein. Das muss er über zehn Jahre abschreiben. Falls er verpflichtet ist, diese Wände bei Mietende wieder auszubauen, muss er Jahr für Jahr eine Rückstellung bilden und aufstocken, die die geschätzten Kosten des Rückbaus abdeckt.

Beispiel 2: Y mietet ein Büro für fünf Jahre. Er lässt vor dem Einzug alles für 5.000 Euro auf seine Kosten streichen. Das kann er sofort absetzen.

Verteilung von Reparaturen bei Anrechnung auf die Miete: Falls der Vermieter im Beispiel 2 zum Y sagt: „OK, ich gebe zu, die Farbe innen ist wirklich schlimm, bitte machen Sie das und ziehen Sie mir jedes Jahr 1.000 Euro von der Jahresmiete ab.“, muss Y einen aktiven Rechnungsabgrenzungs­posten bilden und über fünf Jahre auflösen.

Mietverträge unter Angehörigen und Betriebsaufspaltung bei GmbHs: In diesen Fällen kann es schwierig werden, umfangreiche Ausgaben und Umbauten über die Mietvertragsdauer abzuschreiben, weil das Finanzamt unterstellen wird, dass der Angehörige oder der Gesellschafter den Mietvertrag nach Mietvertragsende sowieso verlängern wird.


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