Newsletter

Zum PDF Archiv

01.08.2019

Als PDF herunter laden

Wann es nicht lohnt, ein Auto im Betriebsvermögen zu halten

Manche Unternehmer glauben, es wäre besonders clever, so viele Autos wie möglich ins Betriebsvermögen einzulegen. Unter Umständen hat man aber – zumindest beim zweiten oder dritten Auto - argumentative Schwierigkeiten, dem Finanzamt eine hohe betriebliche Nutzung klarzumachen, und so gibt man sich vielleicht mit 20 oder 30 Prozent Kostenabzug zufrieden. Das hat zumindest den Vorteil, dass man dann die Ein-Prozent-Regel nicht anwenden muss.

Problem: Auch, wenn Sie zum Beispiel nur 30 Prozent der Kosten geltend machen, müssen Sie beim Verkauf 100 Prozent des Veräußerungsgewinns versteuern. Das hat das sächsische Finanzgericht für rechtens erklärt (FG Sachsen, 04.05.17, 5 K 1362/15, LSK 17, 148755). Dagegen ist allerdings ein Revisionsverfahren beim Bundesfinanzhof anhängig. (BFH, VIII R 9/18)

Fazit: Solange die Gefahr besteht, auch ein Auto mit kleiner geschäftlicher Nutzung beim Verkauf voll versteuern zu müssen, sollten Sie nur geringfügig betrieblich genutzte Autos lieber privat zu halten, und sich 30 Cent oder einen deutlich höheren individuell ermittelten Kilometersatz auszahlen lassen.


zurück