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05.09.2019

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Kfz-Versicherungsschaden: Original-Rechnung an Sie

Um den Vorsteuerabzug geltend zu machen, benötigen Sie die Originalrechnung. Bei Versicherungsschäden wird aber unverständlicherweise immer noch so verfahren, dass das Autohaus die Originalrechnung an die Versicherung sendet, und der Geschädigte bekommt nur eine Kopie. Diese berechtigt aber nicht zum Vorsteuerabzug.

Richtig wäre es genau andersherum: Originalrechnung an den Geschädigten und Kopie an die Versicherung. Aber viele Versicherungen sperren sich dagegen - warum, das weiß kein Mensch.

Beispiel: Das Firmenfahrzeug der X-GmbH wird durch einen Dritten beschädigt. Die GmbH beauftragt die Reparatur in einer Werkstatt. Der Schaden beträgt 1.000 Euro + 190 Euro Mehrwertsteuer. Die Werkstatt sendet die Originalrechnung an die Versicherung, die daraufhin 1.000 Euro erstattet (Schaden ist ja nur der Nettobetrag, die Vorsteuer bekommt man vom Finanzamt zurück.) und die Kopie geht an die X-GmbH. Die X-GmbH muss nur die Vorsteuer in Höhe von 190 Euro zahlen.

Problem: Wenn ein Betriebsprüfer nachforscht, kann er Ihnen den Vorsteuer­abzug streichen.

Kann man das irgendwie retten?
Nach einem Urteil des Bundesfinanzhof können Sie auch bei einer verlorenen Originalrechnung den Vorsteuerabzug bekommen, wenn Sie nachweisen können, dass Sie die Originalrechnung einmal gehabt haben (BFH, 23.10.14, V R 23/13, DStR 15, 71). Das dürfte aber in diesem Fall schwierig sein.

Fazit: Bestehen Sie darauf, wenigstens per pdf eine Originalrechnung von der Werkstatt zu erhalten.


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